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Adoleszenzkrise

Psychotherapiegruppe für junge Erwachsene in der Adoleszenzkrise
in der Habichtswaldklinik

Wie entsteht eine Adoleszenzkrise bei jungen Erwachsenen?

Viele krank machende Einflüsse wirken heutzutage auf jung e Er wachsene ein. Der Veränderung von Werten in unserer Gesellschaft wie z. B. Schnelllebigkeit statt Beständigkeit, Beliebigkeit statt Bindungsfähigkeit führen zu einem Lebensgefühl unbegrenzter Möglichkeiten und dadurch zu einer Selbstüberschätzung bei jungen Menschen nach dem Motto „Alles ist erreichbar, schnell und ohne viel Anstrengung“.

Wie wachsen unsere jungen Menschen heutzutage in unserer Gesellschaft auf?

Aus den Großfamilien sind Kleinfamilien geworden mit Erwerbstätigkeit beider Elternteile und einer wenig haltgebenden erzieherischen Präsenz. Hinzu kommt eine immer höher werdende Scheidungsrate der Eltern. Dies führt zu Diskontinuität im Elternhaus, Verlust von Alltagsstrukturen, unregelmäßigen Essgewohnheiten, ungeregeltem Schlaf-Wach-Rhythmus. Die Eltern kompensieren ihre Schuldgefühle oft durch vermehrte materielle Versorgung. Jung e Er wachsene sind übersättigt von Konsumgütern. Es bedarf keinerlei Bemühungen mehr, um etwas zu bekommen, das Ende ist die „Wohlstandsverwahrlosung“.

Trägt diese Entwicklung zum Selbstwertgefühl der jung en Er wachsene bei? Die Schwierigkeit, einen Arbeitsplatz zu bekommen, die Verschärfung von Studienqualifikationen, die sich steigernde Leistungsorientierung bringen viele jung e Er wachsene aus Angst vor der Zukunft zum vermehrten Konsum von Alkohol, Drogen, sozialem Rückzug und somit in die Adoleszenzkrise. Der häufige Gebrauch neuer Medien bringt neue Krankheitsbilder mit sich, wie z. B. Chat-Sucht und sexueller Missbrauch übers Internet. Neue Computerspiele fördern in hohem Maße Gewalttätigkeit und Spielsucht und die Kommunikation über Handys führt zu Beziehungsstörungen, da man glaubt, eng mit dem Leben des anderen über SMS verbunden zu sein, und doch real so alleine ist.

Die Bundesanstalt für Arbeit wirbt mit Plakaten für die Jugend: „Suche Ausbildung, biete Optimismus“. Woher sollte dieser Optimismus denn kommen? Viele jung e Er wachsene lässt die Perspektivlosigkeit immer tiefer in die Adoleszenzkrise fallen.

Deshalb haben wir in der Abteilung für Psychosomatik und psychotherapeutische Behandlung eine Gruppe für jung e Er wachsene mit dem Themenschwerpunkt Adoleszenzkrise eingerichtet. Diese Gruppe besteht aus 9 Patienten/Patientinnen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren, die mit unterschiedlichen Krankheitsbildern – wie depressive Störung, Essstörung, Angststörung, posttraumatische Belastung, Suchtverhalten, Strukturverlust oder selbstverletzendes Verhalten – die  Habichtswaldklinik aufsuchen.  

Der therapeutische Fokus dieser Gruppe „Junge Erwachsene“ in der Adoleszenzkrise beinhaltet:

 Ø  Ablösung vom Elternhaus

 Ø  Bearbeitung von schulischen und beruflichen Problemen

 Ø  Hilfe bei Studienabbruch

 Ø  Befreiung von abhängig machenden Substanzen

 Ø  Hilfestellung bei Identitätskrise und partnerschaftlichen Problemen
 

Unser Therapiekonzept bei einer Adoleszenzkrise:

Im vertrauensvollen Setting der Gruppentherapie in der Habichtswaldklinik

Jung e Er wachsene sprechen oft zum ersten Mal über ihre Ängste und Probleme, die sie sich in ihrem Alltag gegenüber Gleichaltrigen nicht trauen zu äußern – da man nicht der Held oder die attraktive junge Frau ist, die den Normen unserer Medien entspricht: sexy, cool, schön, erfolgreich und selbstbewusst.

Die Gruppe ist ein Spiegel, hier erlauben sich die Einzelnen ihre Schwächen ehrlich einzugestehen und auch ihre unerfüllten Wünsche und Träume. Im geschützten Raum der Gruppe ist ein Erleben von Gemeinschaft, Freundschaft, Geborgenheit und Entwicklung ehrlicher zwischenmenschlicher Beziehungen möglich. Durch das Feedback der anderen Gruppenmitglieder steigern sich das Selbstwertgefühl und die eigene Selbstwerteinschätzung. Die Gruppe trifft sich auch täglich außerhalb der therapeutischen Gruppenzeit, um soziale Kompetenzen zu üben: so werden Aktivitäten wie Sport, Spiele und Unternehmungen gemeinsam organisiert. Auch die Gespräche untereinander sind sehr hilfreich: Der/die Einzelne ist nicht mehr alleine mit seinen/ihren Problemen.

Die „Stammgruppe“ wird von der Bezugstherapeutin und einer Co-Therapeutin geleitet. In ihr werden Methoden wie Theater-Therapie, Rollenspiele und Kreativitätsspiele einbezogen. Hier lernt der/die jung e Er wachsene, sich auszuprobieren, Hilfe zu holen und Hilfe anzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und Perspektiven für sein/ihr zukünftiges Leben zu entwickeln. Dieses Setting findet 3 x wöchentlich statt.  Darüber hinaus findet für die Gruppe je 1 x wöchentlich Körpertherapie sowie Kunsttherapie statt.

Einzelgespräche begleiten den therapeutischen Prozess für jung e Er wachsene in der Adoleszenzkrise in Form von 2 x wöchentlich stattfindenden Kurzkontakten über 20 - 30 Min. Der thematische Schwerpunkt ist hierbei die Schaffung einer therapeutischen Beziehung, Vertragsarbeit im Sinne von Änderung alter Gewohnheiten und Vorbereitung auf den Alltag. 

Die mitbetreuende Stationsärztin erarbeitet in Kooperation mit dem/der PatientIn einen Behandlungsplan, der u. U.  psychopharmakologische Therapie beinhalten kann. Oftmals ist eine Reduktion bzw. Absetzen von Stoffen mit Suchtpotential über unterstützende, naturheilkundliche Behandlung sowie physikalische Therapie, Entspannungsverfahren und sportliches Training möglich. Bei Essproblemen arbeitet eine Ernährungsberaterin in Zusammenarbeit mit der Ärztin und dem/der PatientIn einen Ernährungsplan aus, der regelmäßige Essenseinnahmen, Gewichtskontrollen, Akupunktur und Homöopathie beinhalten kann.

Eine Sozialarbeiterin im Hause bietet für jung e Er wachsene eine schulische und berufliche Orientierungshilfe an.

Zur Wahrnehmung innerer Achtsamkeit und Stabilisierung der eigenen Mitte finden regelmäßig übergreifend meditative Angebote statt. Auch Fragen über den Sinn des Lebens und religiöse Suche finden eine therapeutische Begleitung in unserer Klinik.

Angeschlossen an die Klinik ist die Kurhessentherme, die zum Schwimmen, Saunen und Entspannen einlädt. Unsere Klinik befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Bergpark Wilhelmshöhe, der Möglichkeiten sportlicher Betätigung wie Joggen, Walken und Radfahren bietet.

L. Mezger
Bezugstherapeutin der Therapiegruppe „
jung e Er wachsene
Abteilung für Psychosomatik in der
Habichtswaldklinik, Kassel

Ausführliche Informationen erhalten Sie über unseren Flyer "Psychotherapie für Junge Erwachsene",
als PDF-Datei

Animationen animierte Augen

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Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unsere Chefärztin im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.

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Aktualisiert: Juni 2010

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